Dienstag, 17. März 2009

Burkina Faso, Nov. 2008

Gluecklich, endlich aus dem touristisch-anstrengenden Teil Malis entkommen zu sein ueberquerten wir die Grenze zu Burkina Faso problemlos: Die Zoellner wollten nur unser Auto kaufen!


Unseren ersten Eindruck von Burkina erhielten wir in Ouahigouya, Burkinas drittgroesste Stadt - ein staubiges Kaff! Von dort gings dann ueber ein paar hundert Kilometer, mit Schlagloechern gespickten Wellblech-Sandpisten nach Ouagadougou. Durch eine atembereaubende Sahellandschaft: Sand, Steppen, Seen mit Seerosen, Wasserloecher, Peul Hirten mit ihren Viehherden und riesigen Radios um den Hals, Lehmhuetten und und und..


Ouagadougou (die Hauptstadt) scheint das Projekt irgendwelcher famoser Staedteplanern zu sein, die einen Grossteil der Stadtmitte niedergerissen haben und dort nun eine "moderne Grossstadt" bauen wollen: Die Wallstreet Afrikas (passend) - es fehlen nur noch die Investoren um es wieder aufzubauen.... hahaha, immerhin ist ja schon mal alles niedergerissen. Nach einigen erfolglosen Visagesuchen haben uns jedenfalls schnurstracks auf den Weg nach Bobo Dioulasso gemacht.


"Bobo" (nicht der DJ) ist gruen, fast schon tropisch und sehr entspannt, mal abgesehen von einer ganzen Arme von "Guides" die einem die Stadt zeigen wollen....leider gibt es aber nichts zu sehen und so braucht man auch keine Guides! Vor lauter Entspannung ist Robin auch gleich krank geworden und so hiess es am naechsten Morgen nix wie ab in die Aphotheke um einen Malaria-Schnelltest zu machen - und trara: negativ ...also positiv fuer mich! Robin gings dann auch bald schon wieder besser und das Fieber wird wohl von den eisigen Temperaturen gekommen sein, die hier Nachts zuweilen herrschen ....wir mussten Abends Pullover anziehen und den Ventilator ausschalten!

Oh, wir waren Hippo-schauen! An einem kleinen See, etwa 60 km noerdlich von Bobo haben wir sie gefunden - nach einer wilden "Piste" und kurzem Verhandeln mit einigen Fischern gings dann in deren Boot auf den See hinaus, von wo wir bereits das Bruellen dieser Viecher hoeren konnten.....und da waren sie dann, (bedrohlich) wenige Meter von uns entfernt tauchten und schnaubten sie. Wir habens genossen und ihnen eine Weile zugesehen.


Unsere zweite Hippo-Expedition war weniger erfolgreich - trotz ein paar Tagen am "Hippo-See" nahe Banfora, wo wir direkt am Ufer, unter Mangobaemen gezeltet und gehaengemattet haben, hat sich uns keines dieser Monster gezeigt. Der Gedanke daran, dass einen so ein Vieh nachts ueber den Fuss trampeln koennte hat uns nicht sonderlich ruhig schlafen lassen.


200 Kilometer roter, hoplriger, loechriger Wellblechpiste entlang der Grenze zu Ghana erreichten wir Gaoua, die Lobi-Hauptstadt...wobei von Stadt nur in afrikanischem Sinne die Rede sein kann: Genau dasselbe wie ein Dorf, einfach mehr Lehmhuetten und mehr Leute und...im Falle der Lobis mehr Bars. Die Musik plaerrte nonstop (!) durch die Stadt und an Schlaf war nicht zu denken - aber ganz lustig. Lobis jagen uebrigens mit (Gift-)Pfeil und Bogen und die Frauen tragen einen "Pflock" durch die Unterlippe...leider aber nicht in der "Stadt". Allgemein scheint ihnen das Erhalten ihrer Tradition sehr wichtig zu sein, besonders der Palmwein-und-Balafonmusik-Teil davon!





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