Mittwoch, 10. Juni 2009

Mocambique, Mai 2009



Mocambique. Eigentlich haben wir geplant, ein zwei Naechte in Swaziland zu verbringen, doch war dann ploetzlich der Ruf des Meeres zu gross. So haben wir das "kleine" Swazi spontan "durchfahren". Beim Verlassen wurde uns erklaert, dass wir eigentlich nicht zu einem Visum an der Grenze berechtigt gewesen waeren und wir jaaa NICHT nochmals ohne Visum kommen sollten! Oho - waer ned well haet gha!

So verbrachten wir ein paar Tage in Maputo und genossen es einfach, wieder in Afrika zu sein: Laerm, Maerkte, Gewimmel, Gewusel und Musik. Ausserdem nutzten wir die Zeit dazu, die Schweizer Botschaft aufzusuchen. Denn mit vollen Paessen reist sich nicht gut und da sich afrikanische Beamte in unseren Paessen mit ihren Stempeln ausgetobt hatten war es an der Zeit neue zu besorgen. Diese Antraege wurden dann von der Botschaft ueber Bern nach Vaduz geschickt. Die neuen Paesse werden dann etwa vier Wochen spaeter auf dem selben Weg an eine Schweizer Botschaft unserer Wahl, nach Pretoria, geschickt.






Mocambique ist, abgesehen von Maputo, nicht sehr dicht besiedelt. (Fast) alle Doerfer saeumen die einzige Hauptstrasse, welche das Land von Sueden nach Norden durchquert. Wobei Dorf nicht gleich Dorf ist: Es gibt grosse Doerfer (mehrere hundert, teils verfallene Haeuser) und kleine Doerfer (5 Strohhuetten und ein paar Ziegen). Dazwischen lauern Polizisten mit Radarpistolen hinter unuebersichtlichen Kurven (im Schatten grosser Baeume) und versuchen ihr Taschengeld aufzubessern! Ein Versuch war es Wert, da wir aber sicher waren nicht zu schnell gefahren zu sein, weigerten wir uns einfach zu bezahlen...und nach einer halben Stunde durften wir dann gehen. Nicht ohne aber, dass man Robin vor der Weiterfahrt noch Kuchen angeboten haette!










Wir fuhren ueber mal guten und mal loechrigen Asphalt durch die endloserscheinenden Palmenwaelder Mocambiques 400km die Kueste hoch nach Tofo. Dies ist ein sympatisches kleines Fischerdorf (mit Schwerpunkt Tourismus!) am Strand. Hier parkten wir unseren Kerim im Sand, spannten die Haengematte, genossen (wenn nicht gerade ein gemeines, eisiges Lueftchen wehte) den Strand und schwammen dazwischen noch ein bisschen mit Walhaien - kombiniert mit guter Gesellschaft waren so im nu zwei Wochen um!








Danach zog es uns nochmals ein paar hundert Kilometer weiter die Kueste hoch nach Vilankulos. Vilankulos ist eine kleine Stadt, die im Jahr 2006 von einem Zyklon verwuestet wurde und so gleicht das ganze eher einer duerftigen Huettensiedlung mit Rathaus, Bank, Laeden, einem lebendigen Markt, vielen Fischern und (wir sind ja in Afrika) noch viel mehr Kindern. Vilankulos liegt im "Schatten" von Madagaskar und so ist das Meer hier ruhig und relativ wellenfrei. Dies macht das vorgelagerte Archipel zu einem beliebten Schnorchel- und Tauchgebiet....man wird per Dhow (traditionelles, hoelzernes Segelboot) morgens auf eine Insel gefahren, dort kann man herumschlendern, am Strand liegen, schnorchel und zu Mittag gibts dann Reis, Salat, Fisch und Krabben. Schoen wars....bis auf den eisigen Wind, welcher uns den ganzen Tag um die Ohren gepfiffen hat. Aber, wer geht denn auch im Winter Schnorcheln?!










Winter hin oder her, der Norden Mocambiques waere bestimmt auch schoen gewesen, doch die Distanzen einfach zu gross - besonders wenn man anschliessend alles wieder zurueck fahren muss! Auf dem Rueckweg nach Suedafrika haben wir noch eine Nacht bei einer Fischerlodge campiert - mit paradiesischem Ausblick direkt aufs Meer, die Wellen und den Sonnenaufgang. An dieser Stelle noch ein paar Worte zum Thema Fischerlodge: Diese Lodges sind von und fuer Suedafrikaner gedacht. Diese sind grosse "Outdoor"-Freaks (Sportler waere hier wohl etwas uebertrieben). Sie fahren grosse Gelaendewagen, ziehen damit grosse Boote durch die Gegend, gehen darauf Tiefseefischen und nach einem erfolgreichen Tag wird gegrillt (Nationalsport!) und getrunken.






Und das wars auch schon von unserem kleinen Ausflug ins palmengesaeumte Mocambique. Schoen wars, doch leider hatte die Sache einen kleinen aber entscheidenden Haken: Leider sprechen wir kein Portugiesisch und so war die Komunikation mit den Einheimischen nicht ganz einfach. Schade, aber trotzdem Tudo Bom!



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